B16_Make Big Oil Great Again: Klimaforschung & -politik unter Trump

DIENSTAG, 05.12.2017, 17:30-18:30 Uhr, Raum platinum 2

Die Klimaforschung ist in den USA in den letzten Jahrzehnten massiv politisiert worden. Trumps Wahlsieg und sein Kabinett aus Klimawandelleugnern und Lobbyisten der Öl-, Gas- und Kohleindustrie bedrohen die Forschung nun aber in einem besonderen Maß. Viele Klimaforscher in den USA sorgen sich über Mittelstreichungen und Zensur und sind alarmiert durch die Attacken auf die Umweltbehörde EPA. Unter welchen Bedingungen wird Klimaforschung in den USA künftig stattfinden? Was bringt der „March for Science“? Wie wird sich die Klimapolitik unter Trump entwickeln, wird er tatsächlich wie angekündigt das Paris-Abkommen kündigen? Welche Auswirkungen hat Trumps Politik auf die internationale Klimapolitik?

REFERENTEN:

Christiane Grefe [Mod.]

Reporterin in der Hauptstadtredaktion, DIE ZEIT

Christiane Grefe ist Journalistin und Autorin zahlreicher Sachbücher. Sie studierte Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Amerikanistik an der Deutschen Journalistenschule in München. Von 1982 bis 1987 arbeitete sie als Freie Autorin u. a. für epd/Kirche und Rundfunk, die Süddeutsche Zeitung und Natur. Danach war sie bis 1990 Redakteurin der ZEIT und von 1991 bis 1994 Redakteurin und Reporterin der Wochenpost. Von 1994 bis 1998 arbeitete sie für das Magazin der Süddeutschen Zeitung. Seit 1999 ist sie Redakteurin und Reporterin im Berliner Büro der ZEIT.

Den Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden ökologische und soziale Themen. Für ihr mit Harald Schumann verfasstes Buch Der globale Countdown über die Auswirkungen und Perspektiven der Globalisierung erhielt sie 2009 den Preis Das politische Buch der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hartmut Graßl

Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M), Hamburg

Hartmut Graßl warnte als einer der ersten deutschen Wissenschaftler bereits in den 80er Jahren vor dem Klimawandel. Er ist emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und ehemaliger Professor der Universität Hamburg. Er ist u.a. Vizepräsident des Stiftungsrates des Nansen International Environment and Remote Sensing Centre (NIERSC) in St. Petersburg (Russland), Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung (PIK), Vorstandsvorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW), Vorsitzender des Klimarates der bayerischen Staatsregierung, Mitglied im Stiftungsrat der Münchner Rück Stiftung und im Aufsichtsrat der Scintec AG in Rottenburg. Von 1992 bis 1994 sowie von 2001 bis 2004 war Professor Graßl Mitglied und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats „Globale Umweltveränderungen“ (WBGU) der Deutschen Bundesregierung.

Paul Hockenos

Journalist and Political Analyst (The Nation, New York Times), Berlin

Paul Hockenos is a Berlin-based writer who has been working in Europe since 1989. His work appears in The Nation, Foreign Policy, Foreign Affairs, New York Times, Chronicle of Higher Education, and elsewhere. He has authored several books on European politics and was Global Editor at Internationale Politik for five years. He served in the postwar civilian administrations in the Balkans and was a fellow at the American Academy in Berlin.

Paul studied political economy at the Liberal Arts Skidmore College (Bachelor of Arts 1985) in Saratoga Springs, New York. As graduate student, he worked at the Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin. He received his Master of Arts in Social and Political Thought from the University of Sussex in Falmer (UK).

Now on sale: My Berlin Calling: A Story of Anarchy, Music, The Wall and the Birth of the New Berlin (The New Press, 2017).

Prof. Dr. Niklas Höhne

NewClimate Institute Köln / Universität Wageningen

Niklas Höhne ist Mitgründer des New Climate Institute in Köln und Klimaschutz-Forscher (Special Professor “mitigation of greenhouse gas emissions”) an der Wageningen-Universität Wageningen (NL). Er verfolgt die internationalen Klimaverhandlungen seit 1995 und führte zahlreiche Studien zur nationalen und internationalen Klimapolitik durch. Er promovierte an der Universität Utrecht zu Optionen der Klimapolitik nach dem Kyoto-Protokoll. Von 1998 bis 2001 arbeitet er im Sekretariat der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC), von 2001 bis 2014 als Leiter Energie- und Klimapolitik bei der Beratungsfirma Ecofys.

Niklas Höhne ist Hauptautor der Kapitel zu Klimapolitik und internationale Kooperationen des IPCC Fourth and Fifth Assessment Report und Leitautor der UNEP Emissions Gap reports von 2010 bis 2016. Darüber hinaus gründete er den Climate Action Tracker und war Experte im Bundestag und im Europäischen Parlament.

Prof. Dr. Daniela Jacob

Leiterin Climate Service Center Germany (GERICS), Hamburg

Daniela Jacob leitet seit 2015 das Climate Service Center Germany (GERICS) am Helmholtz-Zentrum Geesthacht. Seit 2016 ist sie auch Gastdozentin an der Fakultät für Nachhaltigkeit der Leuphana-Universität Lüneburg.

Sie hat in Darmstadt Meteorologie studiert und in Hamburg ihre Dissertation abgelegt. Von 1993 bis 2015 forschte sie am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, Dabei entwickelte das Computermodell REMO, mit dem regionale Klimaszenarien berechnet werden. Seit 2010 ist Daniela Jacob auch für das GERICS tätig, das sich als Informations- und Beratungsplattform an Entscheidungsträger aus der Politik, der Wirtschaft und Meinungsführer wendet. Sie ist eine der Hauptautorinnen des 5. Sachstandsberichtes zum Klimawandel des Weltklimarates IPCC.

Prof. Dr. Miranda Schreurs

Lehrstuhl für Environmental & Climate Policy, Hochschule für Politik (HfP) München

Die Forschungsschwerpunkte von Miranda Schreurs liegen auf der internationalen und vergleichenden Klima-, Energie- und Umweltpolitik. Sie beforscht u.a. die Energiewende in Japan und Deutschland, die Klimapolitik in Europa, den USA und Asien. 2011 wurde sie von Kanzlerin Angela Merkel als Mitglied der Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung berufen. Von 2008 bis 2016 gehörte sie dem Sachverständigenrat für Umweltfragen an.

Miranda Schreurs studierte an der Universität von Washington und der Universität von Michigan. Sie war Fulbright-Stipendiatin an der Keio Universität in Japan und MacArthur-Stipendiatin an der Harvard University. Außerdem arbeitete sie an der Universität von Maryland als Lecturer und Associate Professor. Von 2007 bis 2016 war sie Leiterin des Forschungszentrums für Umweltpolitik und Professorin für vergleichende Politikanalyse an der FU Berlin.



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