A11_Werkstattgespräch
Wissenschaftsreportagen

MONTAG, 04.12.2017, 17:45-18:30 Uhr, Tagungsraum 205

Wenn man Wissenschafts- und Technikthemen auf die großen Reportageplätze der Zeitungen und Magazine bringen will, begegnen einem viele Hürden: Redaktionen, die das Wort "Algorithmus" von ihrer Seite 3 verbannt haben, Wissens-Redaktionen, die "bloß keinen bunten Einstieg" wollen; Protagonisten, die es vermeiden auch nur ein winziges bisschen von sich preis zu geben und sich weigern, als Protagonist zu funktionieren, und nicht zuletzt trockene komplexe Materie, die sich weigert, sich in eine schön erzählte Reportage einzufügen.

Die Freien Journalisten Eva Wolfangel und Rüdiger Braun berichtet von ihren Erfahrungen: Wie kann man Wissenschaft und Reportage verbinden? Wie die richtigen Protagonisten und Themen finden? Wie kann man gute Protagonisten bei der Stange halten? Wie dem Thema gerecht werden, das im Zweifel eben doch etwas komplex ist? Wie die Redaktionen überzeugen, dass eine Seite 3 auch mal das Wort "Algorithmus" enthalten darf? Wo sind die Grenzen?

Bei den Werkstattgesprächen der WISSENSWERTE erzählen erfahrene Kollegen, wie sie ihre Idee entwickelt und ihre Projekte umgesetzt haben und mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert waren. Die Werkstattgespräche dienen dem Erfahrungsaustausch und ermöglichen das direkte Gespräch zwischen Kollegen über ihre Arbeit. Die Gespräche finden deshalb bewusst im kleinen Rahmen von maximal 30 Teilnehmern statt und richten sich explizit an journalistische Besucher der WISSENSWERTE.

REFERENTEN:

Eva Wolfangel

Freie Wissenschaftsjournalistin, Stuttgart

Die Wissenschafts- und Reportagejournalistin Eva Wolfangel schreibt für ZEIT, GEO, Süddeutsche Zeitung, Neue Zürcher Zeitung und viele andere Magazine und Zeitungen über Zukunftstechnologien und wie sie unser Leben verändern. Dabei liegt ihr besonders die Reportage am Herzen, denn sie ist nicht nur eine der kreativsten Stilformen, sondern sie vermittelt Inhalte auf eine andere, aus ihrer Sicht nachhaltigere Weise. Als sie im vergangenen Jahr für die weltweit erste Reportage aus der Virtuellen Realität für den Reporterpreis (Kategorie Beste Reportage) nominiert wurde, war ihr das eine mindestens ebenso große Bestätigung wie das Bekenntnis ihrer Mutter: „Jetzt habe ich endlich verstanden, was Virtuelle Realität ist und wie sie sich anfühlt.“

 

Rüdiger Braun

Freier Wissenschaftsjournalist, Ahrensburg

Der Journalist und Biologe Rüdiger Braun ist als Autor für Print, Hörfunk und Fernsehen tätig. Er beschäftigt sich vor allem mit Themen aus den Bereichen Ökologie, Natur- und Umweltschutz sowie Neurowissenschaften. Beiträge von ihm erschienen unter anderem in den Zeitschriften stern, GEO und Focus sowie im WDR-Wissenschaftsmagazin Quarks & Co. Als Chefredakteur entwickelte er das Magazin MaxPlanckForschung. Bei der Wochenzeitung Die Woche in Hamburg leitete er das Ressort Wissenschaft + Technik. Die Krise des Wissenschaftsjournalismus sieht er als Übergangsphänomen. Denn in der immer unübersichtlicher werdenden Wissenschaftslandschaft würden Orientierung und Einordnung mehr denn je benötigt.



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