B3_Unterhausdebatte
O Geisteswissenschaften, Where Art Thou?

DIENSTAG, 05.12.2017, 10:45-12:15 Uhr, Konferenzraum 3

Immer wieder beschweren sich Geisteswissenschaftler darüber, dass die Geisteswissenschaften im Wissenschaftsjournalismus praktisch nicht vorkommen – weil es hier im Gegensatz zu den MINT-Themen nicht puffe und knalle. Stimmt das wirklich? Haben die Geisteswissenschaften ein Darstellungsproblem im Wissenschaftsjournalismus? Sollten wir sie häufiger zu Rate ziehen – oder sind sie doch eher ein Fall fürs Feuilleton? Und wie kommt es zu diesem Eindruck, wenn im Fernsehen doch sehr oft (die immer gleichen) Soziologen, Politologen, Historiker, Juristen und Wirtschaftswissenschaftler eingeladen sind?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt dieser Unterhausdebatte mit den Moderatoren Kerstin Hoppenhaus und Kai Kupferschmidt. Dabei soll das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes „Position“ beziehen, sich aber auch mit Gegenargumenten auseinandersetzen, sodass sich die „Standpunkte“ im Verlauf der Debatte durchaus ändern können.

REFERENTEN:

Kerstin Hoppenhaus [Mod. ]

Freie Journalistin und Filmemacherin, Berlin

Kerstin Hoppenhaus ist gelernte Biologin. Sie arbeitet als Journalistin, macht Filme für Fernsehen und Forschung und entwickelt und realisiert dokumentarische Online-Projekte. Sie unterrichtet an der Filmakademie in Ludwigsburg, hat bis vor Kurzem an der Leuphana Universität in Lüneburg zu digitalen Formaten geforscht und hält Seminare über Soziale Medien für Wissenschaftler. Ihr aktuelles Projekt hzbzlog.com am Helmholtz Zentrum Berlin wurde 2014 mit dem Deutschen Preis für Onlinekommunikation ausgezeichnet. Sie ist online zu Hause unter www.digitalgrip.de und @quinoat.

Kai Kupferschmidt [Mod. ]

Freier Wissenschaftsjournalist, Berlin

Kai Kupferschmidt hat molekulare Biomedizin studiert und arbeitet als Wissenschaftsjournalist in Berlin. Er ist Korrespondent für das US-Magazin Science und schreibt für die Süddeutsche Zeitung. Seine Schwerpunkte sind Infektionskrankheiten und Medikamentenentwicklung sowie Biotechnologie und Ernährungsforschung.

Prof. Dr. Nina Janich

Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft, Technische Universität Darmstadt

Prof. Dr. Nina Janich, Professorin für Germanistische Linguistik, TU Darmstadt Nina Janich hat Germanistik, Geschichte, Publizistik und Philosophie an den Universitäten Marburg, Mainz und Regensburg studiert. Von 1993 bis 2003 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Regensburg. 1997 erfolgte die Promotion mit einer Arbeit zu Fachlichkeitsstrategien in der Wirtschaftswerbung – die Sprache der Werbung ist eines ihrer Spezialgebiete –, 2003 die Habilitation in Regensburg. Seit 2004 ist Nina Janich Professorin für deutsche Sprachwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt. Ihre Schwerpunkte sind Werbesprache, Fachsprachen- und Transferforschung, Kommunikation im Internet, Sprachkulturforschung. Seit März 2011 ist sie Sprecherin der Jury zur Wahl zum Unwort des Jahres.



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