A9_Werkstattgespräch
Community-Building: Ideen aus der Masterclass Wissenschaftsjournlismus

MONTAG, 19. November 2018, 17:00-18:00 Uhr, Salon Danzig

Weg von der Sender-Empfänger-Kommunikation, hin zur Interaktion mit dem Publikum:  Der partizipative Journalismus versucht, mit neuen Methoden und Formaten Bürger*innen aktiv in die Berichterstattung einzubeziehen: Aufbau und Pflege von Communitys werden immer wichtiger, um breitere Teile der Gesellschaft wissenschaftsjournalistisch erreichen zu können. Darüber hinaus kann Community-Building mehr Vertrauen in Medien und journalistische Arbeitsweisen schaffen, zum anderen können Journalisten im Dialog mit vielfältigen Zielgruppen und Stakeholdern komplexe Wissenschaftsthemen ganzheitlicher bearbeiten.

Die dritte Masterclass Wissenschaftsjournalismus von Reporter Forum und Robert Bosch Stiftung will Konzeptentwicklungen für Community-Building fördern (https://www.bosch-stiftung.de/de/projekt/masterclass-wissenschaftsjournalismus). In diesem Werkstattgespräch stellen drei Journalist*innen ihre Ideen und Projekte vor:

  • Für eine neue Landwirtschaft: Überall im Land suchen Menschen nach Lösungen, um Landwirtschaft umweltverträglicher zu gestalten. Die Freie Journalistin, Freischreiberin und RiffReporterin Katharina Jacob will über diese Leute berichten: mit Video-Porträts, Blog-Beiträgen und Print-Reportagen. Darüber hinaus will sie – „zu Tisch!“ – interessierte Verbraucher und Blog-Leser mit den landwirtschaftlichen Akteuren zusammenbringen: an Tafeln vor Ort.
  • Die MedWatch-Community: Mit dem Medizin-Portal MedWatch wollen Nicola Kuhrt und Hinnerk Feldwisch-Drentrup zu verunsichernden und irreführenden Nachrichten sowie Angeboten im Gesundheitssektor recherchieren. Dabei wollen sie ihre Unterstützer nicht nur als Finanziers verstehen, sondern auch deren Expertise in ihre Arbeit einbinden.
  • Forschungsauftrag: Die Freie Autorin Christine Werner entwickelt mit ihrer Kollegin Ann-Christin Hornberger ein niedrigschwelliges Gesprächsformat, das die Rollen in dem Beziehungsdreieck Bürger-Journalist-Wissenschaft aufbrechen und echte Kommunikation ermöglichen will: Wissenschaftler gehen zum Publikum und diskutieren anhand eines TV-Beitrags kontroverse Themen (zu Tierrechten, Impfschutz, Gentechnik). Aus der Diskussion sollen Forschungsfragen und ein „Recherche-Auftrag“ für Journalisten entstehen.

Bei den Werkstattgesprächen der WISSENSWERTE erzählen erfahrene Kolleg*innen, wie sie ihre Idee entwickelt und ihre Projekte umgesetzt haben und mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert waren. Die Werkstattgespräche dienen dem Erfahrungsaustausch und ermöglichen das direkte Gespräch zwischen Kolleg*innen über ihre Arbeit. Die Gespräche finden deshalb bewusst im kleinen Rahmen von maximal 30 Teilnehmer*innen statt und richten sich explizit an journalistische Besucher*innen der WISSENSWERTE.

[Achtung zusätzliche Anmeldung nötig!!! Anmeldung nur vor Ort im Kongressbüro Scharoun möglich]

REFERENT*INNEN:

Katharina Jacob

Freie Wissenschaftsjournalistin, Hamburg

 

Nicola Kuhrt

Freie Medizinjournalistin, Hamburg

 

Christine Werner

Freie Autorin und Hörfunkjournalistin, Köln

 

MODERATION:

Christian Schwägerl

Freier Journalist, Autor und Biologe, Berlin

 

KURZBIOGRAFIEN:

Katharina Jacob

Freie Wissenschaftsjournalistin, Hamburg

Katharina Jakob ist Wissenschaftsjournalistin aus Hamburg. Ihre Schwerpunktthemen sind die Erforschung tierischer Intelligenz sowie Landwirtschaft und Agrarwende. Ihre Beiträge sind in GEO Wissen, P.M., ZEIT, SZ, Natur und Dogs erschienen. Im März 2018 veröffentlichte sie ihr Buch Warum Wale Fremdsprachen können – über die Intelligenzforschung bei Tieren (Heyne). Sie ist Fellow der Masterclass Wissenschaftsjournalismus der Ro bert Bosch Stiftung und im Vorstand von Freischreiber e.V.

 

Nicola Kuhrt

Freie Medizinjournalistin, Hamburg

Nicola Kuhrt schreibt unter anderem für den stern, stern Gesund leben, ZEIT, SPIEGEL Wissen und brand eins. Zusammen mit Hinnerk Feldwisch hat sie Ende 2017 das Online-Magazin MedWatch gegründet, das zu Fake News im Gesundheitsbereich recherchiert. Sie gewann den Heureka Preis, den Peter Hans Hofschneider Preis und den Best Cancer Reporter Award. Sie war Redakteurin im Ressort Wissen bei SPIEGEL ONLINE, Chefredakteurin von DAZ.online und Wissenschaftsjournalistin des Jahres 2013. Nicola Kuhrt ist im Vorstand des Verbands der Wissenschaftsjournalisten (WPK), Gründungsmitglied von Pro Quote und Pro Exzellenzia.

 

Christine Werner

Freie Autorin und Hörfunkjournalistin, Köln

Christine Werner ist Freie Autorin und Hörfunkjournalistin fürs Öffentlich-Rechtliche. Sie hat Sportpublizistik an der Deutschen Sporthochschule Köln und Germanistik an der Universität Köln studiert. Sie schreibt und produziert lange Reportagen und Features, auch zu Wissenschaftsthemen, und interessiert sich besonders für die Schnittstelle von Wissenschaft, Gesellschaft, Ethik. Beim SWR ist sie Co-Moderatorin eines Medienmagazins und betreut das dazugehörige interaktive Internetprojekt. Sie war zehn Jahre beim SWR-Hörfunk in Baden-Baden Moderatorin, Redakteurin und CvD im aktuellen Programm und als Reporterin unterwegs. Von 2012 bis 2014 erhielt sie das Journalistenstipendium Tauchgänge in die Wissenschaft der Robert Bosch Stiftung und Leopoldina.

 

MODERATION:

Christian Schwägerl

Freier Journalist, Autor und Biologe, Berlin

  

Foto: © chudowski-sony-6239

Christian Schwägerl ist Freier Journalist und Buchautor. Er arbeitet für GEO, Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), ZEIT Magazin Wissen, Yale E360 und andere Medien. Christian leitet die Masterclass Wissenschaftsjournalismus von Robert Bosch Stiftung und Reporter-Forum. Seine Bücher Menschenzeit, 11 drohende Kriege und Die analoge Revolution befassen sich mit Zukunftsfragen. Von 2001 bis 2008 war er Feuilleton- und Wissenschaftskorrespondent der FAZ, von 2008 bis 2012 Politikkorrespondent des SPIEGEL in Berlin. Anschließend hat er das Anthropozän-Projekt am Haus der Kulturen der Welt und die Sonderausstellung zum Anthropozän am Deutschen Museum mitinitiiert und -gestaltet. Christian ist Mitgründer der RiffReporter-Initiative.



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