B8_ Workshop Wissenschaft
Pädophilie

DIENSTAG, 20. November 2018, 14:00-15:30 Uhr, Kaisen Saal

Aufhänger dieses Workshops sind die vielen Fälle – aktuell von diversen Sporttrainern und in der katholischen Kirche –, in denen mehrere hundert Kinder und Jugendliche missbraucht worden sind. Die Berichterstattung widmet sich den Opfern und empört sich über diese Täter. Die Frage allerdings, woher dieses Phänomen kommt und wie wir dafür Sorge tragen können, dass wir erst gar keine Opfer produzieren, steht erschreckend selten im Fokus. Ob in Schulen, Kirchen oder Sportvereinen – es gibt offenbar überall Menschen mit dieser Disposition. Wie können wir Journalisten also evidenzbasiert damit umgehen, dass es pädophile Menschen gibt?

Der Workshop zielt auf folgende Fragestellungen ab:

  • Welches Ausmaß nimmt sexueller Missbrauch in Deutschland ein? Wie sehen die Täterprofile aus?
  • Sexualmoral und sexueller Missbrauch: Veränderte Sichtweisen in der Öffentlichkeit und in der Wissenschaft und wie diese einwirken auf den Tenor der Berichterstattung
  • Was können wir tun? Über den gesellschaftlich richtigen Umgang mit Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen (Therapien, Hilfsangebote, aber auch Formen der sinnvollen öffentlichen Berichterstattung über diese Menschen jenseits von reinen Empörungsartikeln, die auch niemandem mehr helfen)

 

REFERENT*INNEN
u.a.

Dipl.-Psych. Claas de Boer

Medizinische Hochschule Hannover

Psychotherapeut im  Präventionsnetzwerk Kein Täter werden)

 

Hannes Gieseler

Arzt am Institut für Sexualwissenschaften

Charité

 

Daniela Stelzmann M.A.

Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

FU Berlin

 

MODERATION

Manuel Möglich

Journalist und Autor, Rabiat/Y-Kollektiv

 

KURZBIOGRAFIEN:

Dipl.-Psych. Claas de Boer

Psychotherapeut im Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“, Medizinische Hochschule Hannover

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Claas de Boer ist Diplom-Psychologe und Psychotherapeut im Arbeitsbereich Klinische Psychologie und Sexualmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover. Als    Psychotherapeut arbeitet er am Standort Hannover im Projekt Kein Täter werden mit. Darüber hinaus koordiniert er die Arbeitsgruppe 'Intervention' des Forschungs- und Präventionsnetzwerks. Seine Therapieschwerpunkte liegen auf sexuellen Störungen, Paartherapie und emotionsfokussierte Therapie.

 

Hannes Gieseler

Arzt am Institut für Sexualwissenschaft und Therapeut im Projekt "Kein Täter werden", Charité

Hannes Gieseler studierte Design in Dessau und drehte Dokumentarfilme, die auf internationalen Festivals unter anderem mit dem 3sat Förderpreis in Oberhausen ausgezeichnet wurden. Seit dem Abschluss des Medizinstudiums in Berlin 2014 arbeitet er als Therapeut im Präventionsprojekt Dunkelfeld am Institut für Sexualmedizin der Charité. Aktuell treibt er die Globalisierung des Präventionsprojektes durch das Online-Tool „Troubled Desire“ voran.

 

Daniela Stelzmann M.A.

Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, FU Berlin

 

Bild: Mathias Schmitt

Daniela Stelzmann hat Publizistik und Psychologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert. Seit April 2016 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsstelle Medienanalyse/ Forschungsmethoden am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin. Ihre Forschung ist primär im Bereich der Gesundheits- und Risikokommunikation angesiedelt. Ihre Forschungsinteressen konzentrieren sich dabei auf Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen durch Medien und den damit verbundenen Konsequenzen sowie dem Einfluss von neuen Medien auf die Psyche.

 

MODERATION:

Manuel Möglich

Journalist und Autor, Rabiat/Y-Kollektiv

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Manuel Mo?glich hat Medien- und Kulturwissenschaft an der HHU Düsseldorf studiert und als Journalist fu?r 1LIVE (WDR) und radioeins (RBB) gearbeitet. Seine TV-Serie Wild Germany (ZDFneo/Netflix), die ihn und seinen subjektiven Stil bekannt machte, war fu?r den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Mit dem Doku-Format Y-Kollektiv (funk/Radio Bremen) gewann er 2017 den Deutschen Webvideopreis. 2018 wurde das Format u. a. fu?r den Grimme Online Award nominiert. Als Rabiat!-Reporter und Produzent versucht er die ARD zu verju?ngen. Mo?glich lebt in Berlin, er ist Geschäftsführer der sendefähig GmbH. Seine Bücher publiziert Rowohlt.



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