B3_Workshop
Evidenz versus Markt: Was passiert eigentlich in der Zahnarztpraxis?

DIENSTAG, 20. November 2018, 10:45-12:15 Uhr, Borgward Saal

Im April gab es vom Bundesrechnungshof eine schallende Ohrfeige für die Kieferorthopäden: Die meisten ihrer Therapien seien medizinisch unnötig und dienten nur der Ästhetik. Weil schöne Zähne ein Statussymbol sind, sind Patienten oft zu Zuzahlungen bereit. Das triggert einen Bereich der Medizin, der am weitesten privatisiert ist. Doch ist all das, was angeboten wird, sein Geld wert?

Gerade in der Zahnmedizin gibt es wenig öffentliche Forschungsgelder, die Studienlage in Deutschland ist mau, bei Leitlinien herrschte lange ein Mangel. Während in der restlichen Medizin die Qualitätssicherung um sich griff, segelte man hier im Windschatten: Viele Studien sind industriefinanziert, unabhängige Patienteninformationen gibt es kaum. Innovationen unterliegen lediglich dem Medizinproduktegesetz. Und die Zahlen zur Versorgung sind wegen des hohen Privatanteils ebenfalls lückenhaft.

In diesem Workshop will die Freie Medizinjournalistin Tanja Wolf die Problemlage aus journalistischer Perspektive aufzeigen und mit verschiedenen Experten aus Zahnmedizin und Kieferorthopädie ausgewählte kritische Aspekte beleuchten.

 

REFERENT*INNEN

Dr. Bernhard Albrecht

STERN

Autor STERN-Titel „Die teuren Tricks der Zahnärzte“ (08.02.2018)

Biographie folgt

 

Gregor Bornes

Geschäftsführer gesundheitsladen köln e.V.

Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft der PatientInnenstellen (BAGP)

Biographie folgt

 

Dr. med. dent. Alexander Spassov

Facharzt für Kieferorthopädie, Greifswald

Hauptautor der Studie „Kieferorthopädische Behandlung aus der Perspektive junger Patienten und ihrer Eltern“ (Gesundheitsmonitor 2016)

Biographie folgt

 

Martin Sztraka

Vorstand

Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) im Lande Bremen

Biographie folgt

 

MODERATION

Tanja Wolf

Medizinjournalistin, Düsseldorf

Biographie folgt



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